Wie wurde eSport so beliebt?

ESport ist ein recht modernes Phänomen und steckt noch in der Entwicklungsphase. Sicher wird sich hier in den nächsten Jahren noch einiges verändern. Dennoch lässt sich die Geschichte bis heute verfolgen. Ich habe die wichtigsten Eckdaten für euch zusammengefasst.

Der Beginn des eSports

Als wichtigen Startpunkt würde ich LAN-Turniere nennen, die Mitte der 90er Jahre immer populärer wurden. Es gab Turniere, an denen bis zu 3000 Spieler teilnahmen: Klassisch mit ihrer Ausrüstung im Gepäck fanden sie sich in großen Hallen ein, um dort beliebte Spiele zu spielen. Mittlerweile hat sich das natürlich geändert: Durch das moderne Internet haben wir ganz andere Möglichkeiten, und räumliche Grenzen gibt es nicht mehr. Stattdessen gibt es heute diverse Online Spiele, bei denen man sich von überall aus zusammenschließen kann. Professionelle Teams und Clans verdienen ihren Lebensunterhalt, und aus dem eSport entwickelte sich ein lukratives Geschäft, sowohl für Spieler und Sponsoren wie auch die Zuschauer, die beispielsweise Wetten auf bekannte Teams abschließen können.

Die erste eSport-Liga, die ESL, entstand im Jahr 1997. Mittlerweile wird die Electronic Sports League von der Modern Times Group (Stockholm) geführt. Sinn der Liga ist und war es, eine Plattform zu bieten, mithilfe derer Teams gegeneinander antreten können. Somit lässt sich die ESL mit anderen Sport-Ligen vergleichen, etwa der Bundesliga beim Fußball. Besondere Turniere werden per ESL TV Stream übertragen, mittlerweile gibt es außerdem mehr als nur eine ESL-Liga. So wurde beispielsweise die ELS Ladder gegründet, die mehr als Spaß-Liga anzusehen ist, man kann hier jederzeit ein- oder aussteigen. Außerdem gibt es die ESL Amateur Series für leistungsambitionierte Spieler oder die ESL A-Series. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die ESL-Meisterschaft, bei der aktuell Turniere in CS: Go, StarCraft 2, League of Legends, Fifa und Hearthstone ausgetragen werden.

USA und Asien

Marktführer im eSport sind zweifelsfrei die USA und Asien. Korea und China behandeln ihre eSport-Profis wie Helden. ESport ist hier eine anerkannte Sportdisziplin, und die Preisgelder sind riesig. In Seattle wurden beim Dota 2 Finale beispielsweise rund 18 Millionen Euro vergeben. Die Medienpräsenz ist entsprechend groß. Spieler reisen um die ganze Welt, um an Turnieren teilzunehmen und auch die Zuschauerzahlen bei Turnieren steigen von Jahr zu Jahr.

Deutschland

In Deutschland steckt der eSport vergleichsweise noch in den Kinderschuhen. Doch auch hier wird der eSport auf einer professionellen Ebene betrieben, und es finden sich mittlerweile Turniere, bei denen Preisgelder von bis zu 500.000 Euro ausgezahlt werden. Es ist unübersehbar, dass sich hier ein Anstieg verzeichnen lässt. Mit Sicherheit wird sich in den nächsten Jahren auch auf dem deutschen Markt noch einiges verändern.