Auch im eSports-Bereich gilt Fair Play – die Ethik der Pro Gamer

Wie du bestimmt schon beobachtet hast, erreicht der eSport auch in Europa immer höheres Ansehen. Es wird sogar heftig diskutiert, die virtuellen Sportarten als Olympische Disziplin anzuerkennen. Umso wichtiger ist, dass es absolut fair und seriös zugeht. Skandale sind einfach das letzte, was ein ProGamer braucht.

Unsportliches Verhalten ist ganz klar unerwünscht und würde dem schon erreichten hohen Ansehen erheblich schaden. Wenn du Gamer bist oder sogar eine ProGamer-Karriere anstrebst, bringst du sicher den Ehrgeiz zum Gewinnen mit.

Gewinnen – aber nicht um jeden Preis

Es liegt in der Natur der Sache, dass Sport ethisch korrekt sein muss. Es wäre sonst ja kein Sport! Fairplay ist eines der höchsten Güter im Sport. Und genau diesen Anspruch erhebt auch die eSports-Fraktion und bekennt sich zu den gleichen Werten.Schließlich geht es dir als Gamer beziehungsweise Sportler nicht darum, welches Dopingmittel am besten wirkt. Doping ist immer das Beispiel, das vielen beim Thema Ethik im Sportbereich als erstes einfällt. Wenn du gewinnst, möchtest du stolz darauf sein. Stolz auf dein strategisches Denken, deine ausgeklügelte Taktik, deine Teamfähigkeit und alles, was den eSport eben zum echten Sport macht.

Als eSportler ist es für dich selbstverständlich, fair zu kämpfen und du kämst nicht im Traum auf die Idee, mit unerlaubten und unfairen Mitteln den Wettkampf zu manipulieren. Es ist eine Art Teufelskreis, dass die Anerkennung als Sport oder sogar Olympiadisziplin noch nicht erfolgt ist, denn das würde zwangsläufig Schutz und Kontrolle über solche Angelegenheiten mit sich bringen. Ohne diese Kontrollen ist es leider theoretisch viel leichter möglich, dass sich ProGamer unerlaubter Mittel bedienen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Da es ja aufgrund der fehlenden Kontrollen keine öffentlichen Gegenbeweise in Form von einheitlichen Dopingtests gibt, beißt sich genau da die Katze in den Schwanz. Es bleiben Vorbehalte bestehen. Es bleibt also zu hoffen, dass jeder so fair und sportlich ist wie du und dein eigenes Team!

Die Sache mit der Gewalt – Wird die Anerkennung als Sport daran scheitern?

Vielleicht hast du auch mitbekommen, dass der Deutsche Olympische Sportbund DOSB nach wie vor gnadenlos ist. Der eSport sei kein richtiger Sport, weil manche Spiele Gewalt beinhalten. Drängen sich dir nicht auch Gedanken an andere Sportarten auf, bei denen es ebenfalls nicht zimperlich zugeht? In Olympiastadien wir geschossen, was das Zeug hält. Fechter gehen im Zweikampf aufeinander los. Auch Boxen ist überall als Sport anerkannt, auch wenn die blauen Augen und plattgeschlagenen Nasen dort sogar echt sind. In den virtuellen Disziplinen des eSports gibt es sicherlich auch Gewalt, das bestreitet wohl niemand. Wer ist gewalttätiger, die eSportler oder die Sumo-Ringer? Das sind in der Tat Fragen, die viel mit Ethik und Moral zu tun haben. Die eSports-Verbände und Clans selbst sind es, die Regeln und Normen aufstellen, wie es sich für Sport eben gehört!